Cover Schnecken2
ZZ01

Impressum

ZZ02

Einrichtung des Aquariums

Die Gestaltung eines Aquariums ist abhängig von den subjektiven Vorstellungen des Aquarianers und von den Ansprüchen der Tiere und Pflanzen die darin gehalten werden sollen. Bei der Gestaltung ist allerdings auch an die pflegerischen Aspekte zu denken. So sehen z.B. Felswände zwar sehr dekorativ aus, es ist aber fast nicht möglich aus diesen Aquarien einen eventuell kranken Fisch gezielt herauszufangen. Bei in die Dekoration eingebauten  technische Geräten werden Funktionstörungen nicht bemerkt usw.. Bei der Planung sind diese pragmatischen Dinge mit einzubeziehen. Es sollte allerdings auch immer klar sein, dass es das perfekte Aquarium nicht gibt, d.h.  irgend etwas ist immer nicht so geworden wie gedacht oder funktioniert nicht so wie geplant.

Das Aquarium

Vor Beginn aller Tätigkeiten ist das Aquarium auf sichtliche Schäden zu untersuchen. Risse in den Scheiben sind relativ leicht zu entdecken. Schwieriger sind undichte Stellen der Klebefugen zu erkennen, besonders bei dem üblichen schwarzen Silikonkleber. Dabei sollte systematisch vorgegangen werden. Eine Lupe erweist sich dabei als hilfreich. Wer auf Nummer sicher gehen möchte kann das Becken auch probeweise mit Wasser befüllen und nach undichten Stellen suchen. Allerdings sind die allermeisten Aquarien, die im Handel zu bekommen sind von sehr guter Qualität, so dass die Dichteprüfung nur von sehr vorsichtigen Menschen durchgeführt wird.

Tiefere Kratzer an den Scheiben sind häufig die Ursache für einen späteren Scheibenbruch. Da unter Belastung der Scheiben aus den Kratzern durch die Kerbwirkung, ähnlich wie beim Glasschneiden, Risse quer über die Scheiben entstehen können.

Besonders bei Aquariensets sind Filter und andere Geräte eingebaut. Hier sollte überprüft werden ob diese Technik wirklich das Optimale ist. Denn es ist dann besser die Geräte vorher auszubauen bzw. gegen bessere Technik auszutauschen, da es später mit einem recht großen Aufwand verbunden ist.

 

Paludarium 01
Paludarium 02

Einrichtung meines Paludariums - aus der heutigen Sicht würde ich einiges anders machen - der normale Lernprozess des Aquarianers

RückwandRückwand 01

Ein Aquarium ohne Rückwand erzielt optische eine recht dürftige Wirkung. Die Rückwand bietet den Fischen eine Rückzugsmöglichkeit bzw. Sicherheit bei Beunruhigungen vor dem Aquarium. Die einfachste und meist nicht so gut wirkende Form wird außen am Aquarium angebracht. Dazu wird eine dunkle Pappe oder Folie an der hinteren Scheibe des Aquariums befestigt. Im Handel gibt es auch Folien mit aufgedruckten mehr oder weniger schönen Fotos.

Natürlicher sehen strukturierte Rückwände aus, die im Aquarium installiert werden. Diese können bepflanzt werden und erwecken somit den Eindruck eines Gewässerufers. Die Rückwände sollten keine Hohlräume zu den Glasscheiben aufweisen. Besonders Bodenfische wie z.B. Stachelaale, Schmerlen oder Welse zwängen sich gerne in diese Spalten und verenden dann, da sie sich dort völlig verklemmen.

Bei Rückwänden aus Styropur oder ähnlichen Materialien ist das Bepflanzen ausgesprochen einfach. U-förmige Stahldrahtstücke dienen als Befestigungshilfen. Als Pflanzen sind Schwarzwurzelfarn, Zwergspeerblatt und die verschiedensten Moose besonders geeignet.

Rückwände sollten unauffällig wirken und nicht zur Hauptdekoration des Aquariums mutieren. In einem pflanzenlosen Cichlidenbecken sind Rückwände natürlich mehr im Blickpunkt als in bepflanzten Aquarien.

Dekoration

Die dekorative Gestaltung des Aquariums ist abhängig von dem subjektiven Geschmack des jeweiligen Aquarianers und von den Anforderungen der gehaltenen Fische. Den Fischen ist es letztendlich egal ob sie in einer Steinhöhle, in einem Blumentopf, in einem Mini-Wrack aus Kunststoff  oder einer Cola-Dose ablaichen. Unverzichtbar ist die Dekoration bei der Schaffung von Versteckplätzen und Reviergrenzen. Schon bei der Planung zur Dekoration sind folgende Punkte zu beachten:

  • die eingesetzten Materialen dürfen die Wasserqualität nicht negativ verändern
  • die Form der Dekoration darf nicht zu Verletzungen der Fische und des Aquarianers führen
  • es dürfen keine Bereiche im Aquarium entstehen, die für Pflegemaßnahmen nicht mehr erreichbar sind

Materialien

SteineSteine 02

In der Natur gibt es eine große Anzahl von Steinen, die verwendet werden können. Gut geeignet sind Steine aus fließenden Gewässern oder aus Endmoränen der Eiszeit, da diese in der Regel keine scharfen Kanten aufweisen. Problematisch sind Gesteine mit Schwermetallanteilen und Kalkbestandteilen, da diese die Wasserqualität negativ beeinflussen. Deshalb ist ungünstig Steine in Gebieten mit Erzbergbautraditionen oder Kalksteingebirgen zu sammeln. In den meisten Fällen ist das allgemein bekannt und man muss auch nicht unbedingt Geologie studiert haben um diese Gesteine zu erkennen. Es kann hier wie beim Pilzsuchen verfahren werden, es werden nur die Steinarten verwendet, die bekannt sind.

Größere Steine sollten direkt auf die Bodenscheibe gelegt werden. Andernfalls kann in dem Bodengrund unter dem Stein ein Fäulnissherd entstehen, den man nur sehr schwer beseitigen kann. Größe Steinaufbauten sind gegen Umkippen oder Zusammenrutschen zu sichern. Die Steine können mit Epoxidharzklebern oder Zement fixiert werden. Bei der Verwendung von Zement ist die Konstruktion mehrmals zu spülen um Härtebildner zu beseitigen.

HolzMoorkienholz 03

Holz sieht meist sehr dekorativ aus. Außerdem brauchen auch einige Fische die Zellulose als Nahrungsbestandteil. In der Regel werden Holzstücke, die aus Mooren stammen verwendet (Moorkienholz). Durch die langjährige Lagerung im Moor ist dieses Holz mit Wasser gesättigt, so dass es am Bodengrund bleibt und nicht schwimmt. Auch wenn dieses Holz getrocknet ist nimmt es beim Wässern recht schnell wieder Wasser auf. Bei der Erstverwendung dieses Holzes muss es über mehrere Tage, besser ist mehrere Wochen, gewässert werden, da im größeren Umfang Gerbstoffe abgegeben werden, die den pH-Wert in den sauren Bereich verschieben außerdem nimmt das Wasser anfänglich eine starke bräunliche Färbung an. Alternativ gibt es im Handel sehr schöne Wurzelnachbildungen aus Kunststoff, die allerdings keine Zellulosebestandteile aufweisen.

Laub

In den letzten Jahren kommt die Verwendung von Laub mehr und mehr in Mode. Dazu wird vorrangig getrocknetes Eichen- oder Buchenlaub verwendet. Das soll  bestimmten Tieren ganz gut bekommen, nebenbei es sieht auch recht natürlich und gut aus. Jedenfalls eine Zeitlang. Dann zerfällt das Laub in kleine Bestandteile, diese setzen in der Folge Filter zu und beim Absaugen verstopfen sie des öfteren die Schläuche, aus meiner Sicht und mit den genannten Erfahrungen sind das Nachteile doch so groß so dass eine nochmalige Verwendung von Laub in meinen Aquarien nicht in Frage kommt.

     

Cover
Cover 2