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Sicherheit

Die Aquaristik ist eine Freizeittätigkeit, die Spaß machen soll und für einen gewissen Erholungseffekt von der täglichen Belastung sorgt. Damit nicht das Gegenteil eintritt, sollten einige Sicherheitsregeln eingehalten werden. Gefahrenpotentiale in der Aquaristik gehen aus von:

  • dem Gewicht der Aquarien
  • Schnittverletzungen an beschädigten Scheiben
  • elektrischem Strom
  • allergieauslösenden Stoffe
  • den gehaltenen Tieren

Bei der Aufstellung von Aquarien ist zu beachten das Wasser + Glas + Bodengrund ein beachtliches Gewicht haben. 1 Liter Wasser wiegt bekanntlich 1 kg. Bei einem 150 Liter Aquarium beträgt das Gewicht der reinen Wassermenge 150 kg, wenn dann das Aquarium und Bodengrund dazu kommen, ist mit ca. 200 kg zu rechnen. Nicht jeder Unterschrank hält auf Dauer dieses Gewicht aus. Bei größeren Aquarien wird schnell ein Wert erreicht, der dann Statikern die Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

Aquarienanlagen in denen mehrere Aquarien in einer Stellage untergebracht sind, sollten in einer Wand gegen Umkippen verankert werden.

Das bei gebrochenen Scheiben scharfe Kanten entstehen braucht eigentlich nicht erwähnt werden. Übersehen bzw. unterschätzt werden oft ausgeplatzte Scheibekleinere Absplitterungen an den Scheiben, wenn z.B. die Deckscheibe auf die Aquarienoberkante gefallen ist. Diese scharfen Kanten können zu üblen und meist überraschenden Schnittverletzungen führen. Solche Stellen sollten am besten sofort nach der Entstehung mit einem Sandstein (Wetzstein für Sensen geht auch) gebrochen werden. Aus gleichen Gründen ist es auch besser, für den Transport von Aquarien Schutzhandschuhe zu benutzen.

Die größten Gefahren bei der Aquaristik gehen vom elektrischen Strom aus. Wasser und elektrischer Strom sind immer ein besonderes Risiko. Die eingesetzten Geräte sollten ein Sicherheitszertifikat von einem anerkannten Prüfbetrieb haben.

Die Sicherheitshinweise des Herstellers sind zu beachten. Steckdosenverteiler und Geräte sollten so angeordnet sein, dass sie bei auslaufenden Wasser nicht überschwemmt werden. Elektrische Geräte, die mit Kleinspannung (unter 40 V) betrieben werden, minimieren Gefährdungen. Elektroinstallationen sollten nur von Fachleuten mit entsprechenden Kenntnissen der grundlegenden Sicherheitsvorschriften durchgeführt werden.

Durch den Einsatz von Fehler- bzw Differenzstromschaltern wird die Gefahr eines Unfalls mit elektrischem Strom wesentlich herabgesetzt.

defekte Verlängerungsschnur

Elektrische Zuleitungen in diesem Zustand sind sofort still zulegen

FI Schutzschalter 01

Differenzstromschalter senken die Gefahr eines elektrischen Unfalls beträchtlich

Für den Fall eines undichten Aquariums sollte jeder mental auf die nötigen Handlungen eingestellt sein. Die erste Aktion muss immer unbedingt, das vollständige Abschalten des elektrischen Stroms in dem nassen Bereichen sein (Sicherung), dabei sollte auch an die eventuell darunter liegenden Räume gedacht werden. Darüber sind auch alle Mitbewohner und die Urlaubsvertretung zu informieren.

Viele elektrische Geräte wie Vorschaltgeräte für Leuchtstoffröhren oder Pumpen entwickeln im Betrieb eine beachtliche Wärme. Bei der Montage ist auf eine entsprechende Wärmeabfuhr (Lüftung) und ein ausreichender Abstand zu brennbaren Materialien zu achten.

Der Kontrollblick zum Zustand des Aquariums sollte auch das ordnungsgemäße Funktionieren der Technik beinhalten. Diverse Geruchsentwicklungen deuten auf heiße und somit defekte Geräte hin. Zuleitungen und Gehäuse der Geräte sind bei Beschädigungen sofort zu entfernen (nicht nach dem Motto „es wird schon noch gehen“).

Im Zierfischfutter können allergieauslösende Stoffe vorhanden sein. Sollte eine Allergie auftreten, hilft hier nur ein Wechsel des Futters bzw. der Futterart.

Direkt gehen nur von verschwindend wenigen Fischarten Gefährdungen aus. In der Regel ist den jeweiligen Aquarianern durchaus bekannt welche ihrer Pfleglinge ihnen Verletzungen zufügen können.

So haben z.B. einige Welsarten einzelne Flossenstrahlen mit denen sie recht schmerzhaft stechen können, die entstandenen Wunden entzünden sich dann oft und es sollte bei einsetzenden Komplikationen rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Fischtuberkulose kann bei kleineren Verletzungen auch auf den Menschen übertragen werden. In der Regel verläuft die Infektion harmlos. Da es aber durchaus unangenehm wirkt, sollte mit offenen Wunden der Kontakt mit Aquarienwasser vermieden werden. Auch die Einhaltung allgemeiner Regeln der Hygiene wie Händewaschen nach dem Hantieren im Aquarium u.ä. müssten eigentlich selbstverständlich sein.

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