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LichtAmazonas

Die Beleuchtung ist abhängig vom Zweck des Aquariums. Ein dekorativ bepflanztes Becken braucht logischer Weise eine höhere Lichtmenge, als beispielsweise ein Aquarium mit pflanzenfressenden Salmlern oder ein Zuchtbecken. 

In der Natur werden in der vollen Sonne Spitzenwerte von 100 000 lx* erreicht, im Schatten sind es noch um die 3000 lx. Im Bodenbereich der tropischen Regenwälder, die die Heimat einiger Aquarienpflanzen sind kommen noch Beleuchtungstärken von 500 – 1000 lx vor. Diese Werte verringern sich  weiter, da Licht von der Wasseroberfläche reflektiert und mit zunehmender Wassertiefe immer mehr absorbiert wird. In der Folge ergibt sich eine Einteilung der aquarientauglichen Wasserpflanzen nach den Lichtverhälnissen am natürlichen Standort in drei Gruppen.

1.Pflanzen mit geringen Lichtansprüchen117

2. Pflanzen mit mittleren Lichtansprüchen

3. Pflanzen mit hohen Lichtansprüchen

Es sollte auf alle Fälle beachtet werden, dass das Licht nur ein Wachstumsfaktor ist. Um ein befriedigendes Pflanzenwachstum zu erreichen, müssen die anderen Faktoren wie die einzelnen Nährstoffe, Spurennährstoffe, Kohlendioxyd, Wasserhärte, Temperatur ebenfalls den Ansprüchen der jeweiligen Pflanze genügen. Mit anderen Worten: wenn die Pflanzen nicht wachsen, sollte nicht nur das Licht als alleinige Ursache betrachtet werden.

Da die eingesetzten Leuchtmittel bekanntermaßen Energie verbrauchen ist es auch eine entscheidende Frage: Welche Energiekosten ich bereit bin für mein Hobby auszugeben?

Bei der Dimensionierun der Beleuchtung der Aquarien sind drei Faktoren von Bedeutung:

  • Art der Bepflanzung
  • Beckenhöhe
  • Konzistenz des Wassers (z.B. Torffilterung)

Beleuchtungsdauer

Die Tageslichtlänge in den Äquatorregionen beträgt abhängig vom Abstand zum Äquator so um die 12 Stunden. Da unsere Wasserpflanzen zumeist aus diesen Bereichen stammen sollte die Beleuchtungsdauer im Aquarium ebenfalls in diesem Bereich liegen. Eine oft beschriebene völlige Unterbrechung der Beleuchtung in der Mittagszeit um 2 Stunden bringt nach meinen Beobachtungen keine positiven Effekte beim Wachstum der Pflanzen und keine Negativen beim Wachstum der Algen. Dadurch wird wahrscheinlich nur der Biorhythmus der Fische durcheinander gebracht. Sinnvoller ist sicher morgens und abends nur 50% der Beleuchtung einzuschalten und zur Tagesmitte 5-6 Stunden lang die volle Beleuchtung bereit zustellen. Dadurch wird zum einen den natürlichen Tagesablauf nachgestellt und zum anderen die Energiekosten etwas abgesenkt. Dies setzt allerdings eine entsprechende Installation und Ausrüstung der Beleuchtungsanlage voraus, was bei den meisten Aquarien nicht der Fall ist.

Durch das Einlegen eines lichtfreien Tages werden bestimmte Wasserpflanzenarten (z.B. einige Echinodorusarten) zur Fortpflanzung angeregt.

                          * Lux (lx) – Beleuchtungsstärke - 1 Lux  =                 1 Lumen (lm) pro m²

                           

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