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    Vermehrung

    Um ein Aquarium dekorativ zu bepflanzen, wird eine gewisse Menge an Wasserpflanzen benötigt. Zum Kauf der benötigten Wasserpflanzen können doch schon höhere Kosten anfallen. Es dauert zwar etwas länger ist aber dafür wesentlich preiswerter und dauerhafter: Die allmähliche Bepflanzung mit selbst gezogenen Pflanzen. Die meisten Aquarienpflanzen lassen sich relativ einfach, so sie denn einmal Wachsen, nachziehen. Je nach Pflanzenart gibt es verschiedene Methoden.

    Ablegervermehrung

    Ableger entstehen durch vegitative Fortpflanzung (Ausläufer) in einiger Entfernung von der Mutterpflanze. Als typische Beispiele seien hier Vallisnerien, Cryptocorynen und zum Teil Echinodorus genannt. Die Ableger werden einfach nach ausreichender Wurzelbildung mit einer Schere abgetrennt und an der gewünschten Stelle eingepflanzt.

    Stecklingsvermehrung

    Pflanzen mit gestreckter Sproßachse (sogenannte Stengelpflanzen) lassen sich durch Stecklinge vermehren. Dabei wird die Sproßachse halbiert oder in mehrere Stücke entsprechender Länge geschnitten. Die Teilstücke werden in den Bodengrund gepflanzt, wo diese meist recht zügig anwachsen. Der angewurzelte Stumpf treibt ebenfalls wieder aus.

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Kirschblatt - Hygrophila corymbo, zur besseren Veranschaulichung liegt die gesamte Pflanze auf einer Unterlage, die Wurzeln verbleiben ansonsten im Bodengrund des Aquariums

    Rhizomteilung

    Ein Rhizom (Wurzelstock) ist ein verdickter Abschnitt der Sproßachse der Reservestoffe speichert. Das Rhizom wächst mit dem fortwährenden Lebensalter der Pflanze. Nach der Teilung des Rhizoms in je nach Pflanzenart 1 – 3 cm lange Stücke, treiben aus diesen Rhizomstücken Jungpflanzen, welche bei dem Erreichen einer gewissen Größe abgetrennt werden. Die Reststücke sind dann meist weiterhin in der Lage noch weitere Jungpflanzen zu erzeugen. Diese Art der Vermehrung wird besonders bei Cryptocorynen ohne Ausläufer, großen Echinodorusarten, Seerosen- und Anubiasarten angewendet.

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Cryptocoryne retrospiralis, Rhizom wird in drei Teile geschnitten, der Teil mit Pflanze wird wieder eingepflanzt

Rhizomvermehrung 01

Rhizomteil mit Jungpflanze nach ca. 6 Wochen

    AdventivpflanzenvermehrungAdventivpflanzen 01

    Adventivpflanzen werden von den Mutterpflanzen auf vegitativen Weg an Körperteilen (meist Blätter oder Blütenständen) gebildet. In entsprechender Größe werden sie von der Mutterpflanze getrennt und eine geeignete Stelle gepflanzt. Einige Echinodorusarten bilden an den Blütenständen Adventivpflanzen, wenn diese vorsichtig entfernt werden, können an gleicher Stelle nochmals Jungpflanzen gebildet werden. 

     

     

     

    Aussaat

    In der Regel ist es günstiger Wasserpflanzen vegitativ zu vermehren. Einige Gattungen, wie z.B. Barclaya und Aponogeton, lassen sich auf diese Art allerdings nicht bzw. sehr mühselig vermehren. 

Aponogeton crispus 1

Blüte (Ähre) von Aponogeton crispus

Bei der einzigsten regelmäßig gehaltenen Barclayaart erreicht die Blüte zumeist nicht die Wasseroberfläche. Unter Wasser öffnet sich die Blüte nicht und es kommt zur Selbstbestäubung, so dass die Samengewinnung recht unproblematisch ist. Die Blütenbestände der Aponogetonarten müssen hingegen bestäubt werden. Dazu wird mit einem Pinsel über die ährenähnlichen Blüten gefahren. Eine andere Methode ist einfach die Blüte mehrmals unter die Wasseroberfläche zu drücken. Die Pollen schwimmen dann auf der Wasseroberfläche und werden in die weiblichen Blütenteile geschwemmt. Oft ist hier allerdings eine Selbstbestäubung auf Grund natürliche Mechanismen nicht möglich, so dass für die Bestäubung zur gleichen Zeit mehrere Pflanzen einer Art blühen müssen. Das Aufziehen der kleinen Pflanzen ist insoweit problematisch, dass Algen das Wachstum der Jungpflanzen stark beeinträchtigen und der Einsatz von algenfressenden Tieren daran scheitert, das die zarten Blättchen der Jungpflanzen in der Regel vor den Algen gefressen werden.

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